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Der Schöne Mix von „Praeparadies“

Gleich zwei neue Talente werden von Weimar nach Jena zur Schönen Freiheit „eingeflogen“. Kate und Jil, die unter dem Synonym des Kollektivs Praeparadies firmieren. Wir trafen Jil und plauderten mit Ihm über „wie alles begann“, Nachtereignisse und Stromausfall. Zeitgleich reichte er uns auch einen Mix herüber. Viel Spaß beim Anhören!

Am Mittwoch, den 7. Juni 2017 stehen beide auch hinter den Decks im Kassablanca Jena.

Woher kommt der Name „praeparadies“ und in welchen Zusammenhang steht er mit euer Musik?
Der Ursprung ist im Prinzip ein literarischer. Bei unserer allerersten Veranstaltung im Juni 2014 wurde eine Adaption des Theaterstücks „preparadise sorry now“ von R.W. Fassbinder aufgeführt. Anschließend gab es ein Konzert und eine Technoparty. Das war der Auftakt von praeparadies. Daran wird schon deutlich, was uns von Anfang an wichtig war, nämlich die Musik auch in andere Kontexte einzubetten. Sie steht für uns immer im Zentrum, aber der Gesamteindruck zählt. Wir finden zum Beispiel auch, dass man im Club nicht zwischen musikalischem und visuellem Erleben trennen kann. Beides sollte stimmig sein. Uns gefällt der Gedanke, Räume zu schaffen, in denen die Leute loslassen können und inspiriert werden.

Ihr seid mehr oder weniger ein DJ Kollektiv. Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt und wodurch wurde bei euch das musikalische Interesse geweckt?
Das Interesse an elektronischer Musik war bei uns allen schon vor praeparadies vorhanden und es hat uns zusammengeführt, würde ich sagen.

Wichtig ist aber, dass wir nicht nur ein reines DJ-Kollektiv sind. Natürlich sind die meisten von uns als DJs unterwegs. In erster Linie wollen wir aber gemeinsam unsere Ideen durch das Zusammenspiel aller Komponenten verwirklichen. Konkret hieß das im letzten Jahr in unserem (Ex-)Club Busdepot in Weimar: Musik spielen, visuell Gestalten, ein überregionales Booking, Planung und Organisation etc. Dabei findet jeder einzelne natürlich seinen Bereich, in dem er sich am wohlsten fühlt.

Der Abend nimmt gut Fahrt auf und plötzlich: wie reagiert ihr, wenn jemand ans Pult mit der Frage kommt “Geht das den ganzen Abend so?”
Wenn es positiv gemeint ist: High Five! Wenn nicht, dann nehme ich es locker – es hat schließlich nicht jeder den gleichen Geschmack.

Wie seht ihr aktuell die elektronische Musikszene in Weimar und wo gäbe es Nachholebedarf in Thüringen?
Das Potential ist auf jeden Fall hoch, es gibt genug Leute mit spannenden Ideen und viele tolle DJs. Leider ist vor allem in Weimar der Mangel an Locations ein echtes Problem geworden und wirkt ziemlich hemmend auf den kreativen Prozess. Gerade in Weimar hat das Nachtleben ja immer stark von außergewöhnlichen Off-Locations gelebt, die allmählich immer rarer werden. Trotzdem gilt: wer wirklich sucht, der findet auch etwas!

Gab es die ein oder andere lustige Begebenheit während eines DJ Sets?
Jede Menge lustige Momente: Verpatzte Übergänge, Schweiß von der Decke, Konfetti auf dem Plattenteller und so viel Nebel, dass man nicht mal mehr den Mixer sieht…

Was würdet ihr machen, wenn eines Tages der Strom wie vom Erdboden verschluckt wäre?
Einen Vorgeschmack haben wir letztes Jahr im Busdepot bei einem Stromausfall schon bekommen. Für die Stimmung war das allerdings besser als jeder Disco-Hit!

Danke Jil, für deine Zeit!

Tracklist:
Kettenkarussell – New York Blues
Birds ov Paradise – Olika Ljud
Lake People – Brooklyn
Melchior Productions Ltd. – Black Mother
Viceversa – Twotwotwo
CDM Q – Dedicated to someone both of us know
A Made Up Sound – Sun Touch
A Made Up Sound – Demons
Gunnar Haslam – Kerallel
Lake People – They’re Singing
Leftover – Haint Blue
Mara Trax – Hohoes
Melchior Productions Ltd. – Water Soul

http://www.schoene-freiheit.de/wp-content/uploads/2016/07/letztenlords_big.jpg


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